Die Vorzeichen für das sechste Saisonspiel unserer zweiten Mannschaft waren durchaus positiv. Sowohl Speedy als auch Carsten sind wieder genesen und konnten am Samstag erstmals wieder aktiv auf Punktejagd gehen. Zwar haben beide noch Trainingsrückstand und waren daher noch recht weit von ihrer Bestform entfernt, aber allein die Tatsache, dass gegen den Anrather TK II „nur“ ein Ersatzmann – Kevin sprang für den verhinderten Sascha ein – ran musste, stimmte schonmal positiv.
Leider musste Michael zwecks Kinderbetreuung früher weh, zog seine Einzel vor und konnte deshalb auch nicht im Spitzendoppel aufgeboten werden. Dies sorgte für eine sehr riskante Aufstellung, die auch direkt ordentlich in die Binsen ging! Carsten/Cammi verloren gegen Classen/Moldenhauer ebenso chancenlos wie Speedy/Michael gegen Hirschler/Bloy und da auch Daniel/Kevin gegen Polis/Jeske nicht über einen Satzgewinn hinauskamen, war der Fehlstart perfekt.
In den Einzeln fand Speedy nach sehr holprigem Start gegen Classen besser zu seinem Spiel und gewann mit 3:1, während Michael gegen Hirschler trotz Gewinn des ersten Durchgangs letztlich chancenlos war. Auch in seinem vorgezogenen Einzel gegen Classen merkte man ihm an, dass er sich nicht zu 100% auf´s Spiel konzentrieren konnte. In einem sehr zerfahrenen Spiel behielt der Ex-Blau-Weiße mit 3:2 die Oberhand und erhöhte auf 5:1 für die Gäste.
Im mittleren Paarkreuz sollten alle vier Partien über die volle Distanz gehen. Carsten hatte gegen Bloy noch mit seiner zu hohen Fehlerquote zu kämpfen, traf aber andererseits teilweise scheinar unmögliche Bälle und entschied den Entscheidungssatz mit 11:9 für sich, während Cammi den wenig bis gar nicht angreifenden Polis zwischenzeitlich sehr gut im Griff, verlor in den Sätzen vier und fünf aber ein wenig die Geduld bei seinen Angriffsbällen und musste seinem Gegenüber nach einem hart umkämpften Match gratulieren, sodass es bei 2:6 schon nach einer deutlichen Niederlage aussah.
Doch dann schlug die große Stunde des unteren Paarkreuzes. Daniel war gegen Moldenhauer 2,5 Sätze deutlich überlegen, find dann aber wieder an zu viel nachzudenken und verlor völlig den Faden. Nach Verlust des dritten Satzes und völlig verkorkstem Vierten entwickelte sich der „Decider“ zu einer wahren Nervenschlacht, in der Daniel schon auf der Verlierestraße schien, jedoch drei Matchbälle abwehren konnte – einer davon wurde beim Stand von 10:9 wegen eines vermeintlichen Nassen wiederholt – und schlussendlich mit 13:11 die Oberhand behielt.
Kevin machte es gegen Jeske weniger spannend und sorgte mit einem souveränen 3:0 für das 4:6, womit unsere Miniserie jedoch wieder ein Ende hatte. Speedy war gegen Hirschler völlig chancenlos und auch Carsten war gegen Polis knapp drei Sätze lang auf verlorenem Posten, klaute sich aber den dritten Durchgang und fand ab Satz 4 besser ins Spiel. Der Entscheidungssatz war ein Kopf-an-Kopf-Rennen – diesmal mit dem besseren Ende für die Gäste. Polis nutzte seinen insgesamt neunten Matchball und stelle auf 8:4. Auch am Nebentisch entwickelte sich die Partie von Cammi gegen Bloy zu einem Krimi, wobei der Anrather das Spiel ab Satz 2 eigentlich mit seiner Vorhand dominierte, dabei aber zu viele Fehler einstreute und so Cammi immer wieder ins Spiel zurück holte. So taten sich beide sehr schwer die Partie zu beenden, letztlich setzte sich vielleicht Cammis Erfahrung in den langen Sätzen durch und er hielt uns mit einem 20:18 im Spiel.
Das untere Paarkreuz bestätigte den guten Eindruck aus der ersten Runde, wobei auch Daniel gegen Jeske diesmal den dritten Satz nach Hause brachte und Kevin gegen Moldenhauer den ein oder anderen Zauberball auspackte.
So musste nach ca. 3,5 Stunden das Schlussdoppel die Entscheidung bringen. Dort konnten sich Carsten und Cammi im Vergleich zum Eingangsdoppel zwar steigern, zogen gegen Hirschler/Bloy aber dennoch relativ deutlich den Kürzeren.

Am Ende stand also trotz hartem Kampf letztlich wieder eine Niederlage zu Buche, wobei sich die Mannschaft wohl nur vorwerfen kann in den Doppeln ein wenig geschlafen zu haben. Die Leitungen in den Einzeln, insbesondere im unteren Paarkreuz, zeigten, dass das Team absolut konkurrenzfähig ist. Wenn sich das in den nächsten Wochen bestätigt, werden definitiv auch die ersten Punktgewinne folgen!