Klare Niederlage im Spitzenspiel – TTC-BLAU-WEISS-GREVENBROICH

Unsere erste Mannschaft musste am vergangenen Samstag einen heftigen Dämpfer im Kampf um den direkten Wiederaufstieg in die NRW-Liga einstecken. Gegen den ärgsten Konkurrenten SuS Borussia Brand stand letztlich eine auf dem Papier sehr deutliche 2:9-Niederlage zu Buche.

Dabei hielten die Rahmenbedingungen alles, was wir uns im Vorfeld versprochen hatten: Zwei Mannschaften in Bestbesetzung und knapp 60 Zuschauer sorgten dafür, dass unsere Halle in der Bergheimer Straße für diesen Abend zu einem echten Tischtennis-Tempel wurde.

Leider verlief schon der Start für uns mehr als schlecht. Wie sich schon in den vergangenen Wochen abgezeichnet hatte, funktionieren unsere (vielen getesteten) Doppel nicht gut genug, sodass letztlich nur Knut und Christoph gegen Lennertz/Blonstein an einem Sieg schnupperten, aber in 5 Sätzen unterlagen und wir mit einer 0:3-Hypothek in die Einzel gingen.
Dort zeigten wir zumindest, dass sich beide Mannschaften grundsätzlich durchaus auf Augenhöhe befinden. Janos drehte gegen Daniel Kieninger nach Abwehr von einem Matchball einen 0:2-Satzrückstand zu einem 3:2-Erfolg und auch Ken bot dem Brander Spitzenspieler Yannic Lennertz lange Zeit Paroli, musste sich nach einer 2:1-Führung aber noch geschlagen geben.
Durch Knuts knappen Fünfsatzsieg gegen Dennis Frings waren wir beim Stand von 2:4 wieder auf Tuchfühlung und hätten durch Siege von Christoph (gegen Ilja Blonstein) und David (gegen Michael Thomas) ins Match zurück finden können. Beide Spiele zeigten dabei erstaunliche Parallelen. Nach gewonnenem ersten Durchgang vergaben beide im Laufe des zweiten deutliche Führungen und mussten – im Falle von Christoph sogar nach eigenen Satzbällen – den Ausgleich hinnehmen. Auch danach ging es hin und her – Sätze 3 gingen jeweils an die Gäste, bevor unsere Jungs wieder die Nase vorn hatten. Leider hatten wir das Fünfsatz-Fortune wohl schon in den Wochen zuvor zu sehr beansprucht, denn statt des 4:4-Ausgleichs hieß es letztlich doch 2:6.
Von diesen Niederlagen konnten wir uns im Anschluss nicht mehr richtig erholen. Marcel kämpfte gegen den starken Christof Leisner vorbildlich, war nach knapp verlorenem ersten Durchgang aber chancenlos, während Janos gegen Lennertz zwei Sätze brauchte, um überhaupt einigermaßen ins Spiel zu finden. Nach einem starken dritten Satz keimte kurz Hoffnung auf einen ähnlichen Verlauf wie im ersten Einzel auf, doch schon der Start in Durchgang 4 machte diese schnell zunichte.
Beim Stand von 2:8 fiel es Ken gegen Kieninger dann verständlicherweise auch schwer, den Verlauf der Partie auszublenden, um (wahrscheinlich nur) Ergebniskosmetik zu betreiben, sodass auch dieses Match mit 1:3 an unsere Gäste ging.

Nach über drei Stunden Spielzeit, die zumindest andeutet, dass auch ein deutlich engerer Verlauf möglich gewesen wäre, war die Heimschlappe somit besiegelt. Dabei waren wir mit den gezeigten Leistungen im Einzel nicht völlig unzufrieden, trafen nur auf einen Gegner, der durch die Bank noch kompakter, an diesem Abend wohl auch etwas glücklicher und insbesondere in den Doppeln besser war als wir.
Nach den Bezirksmeisterschaften und einem Tischtennis-freien Wochenende müssen wir am 18.11. beim Tabellendritten aus Anrath zeigen, dass wir die Niederlage verdaut haben, um nicht schon jetzt den direkten Aufstieg gänzlich ad acta legen zu müssen. Schließlich ist die Saison noch lang und die Verbandsliga-Meisterschaft immer noch möglich, auch wenn die stärkste Mannschaft der Liga aktuell eindeutig aus Aachen kommt!