Nach dem desaströsen 2:9 aus dem Hinspiel wollte sich unsere Erste beim designierten Aufsteiger SuS Borussia Brand natürlich deutlich teurer verkaufen und für die Relegation schonmal ein gutes Training gegen eine Spitzenmannschaft absolvieren. Dabei kam es natürlich äußerst ungelegen, dass sich David unter der Woche krank meldete. Da auch die Zweite parallel ein sehr wichtiges Spiel hatte, erklärte sich der eigentlich ebenfalls angeschlagene Daniel bereit einzuspringen.

Dennoch war die Atmosphäre in Aachen eines Spitzenspiels absolut würdig! Über 60 Zuschauer freuten sich auf gutes Verbandsliga-Tischtennis und sollten in den nächsten Stunden keineswegs enttäuscht werden. Dem entsprechend gingen wir natürlich sehr motiviert an die Tische und zumindest der Start ging schonmal nicht so in die Hose wie im Hinspiel. Janos/Ken verloren gegen Kieninger/Thomas zwar den Eröffnungssatz, hatten das Spiel in der Folge jedoch gut im Griff und brachten die 1:0-Führung. Auch Knut und Christoph spielten gegen Lennertz/Blonstein gut, glichen zwei Mal aus, hatten im Entscheidungssatz jedoch nicht das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite. Marcel/Daniel waren gegen das starke Dreierdoppel der Gäste Leisner/Frings leider auf verlorenem Posten – 1:2. Auch in den Einzeln blieben wir zunächst dran. Ken dominierte das Spiel gegen Lennertz zunächst über weite Strecken, hatte in den Endphasen der ersten beiden Sätze jedoch seine Probleme. Dennoch glich er zum 1:1 aus, verlor ab Satz 3 jedoch etwas den Faden und unterlag mit 1:3. Am Nebentisch zeigte Janos gegen Blonstein die mit Abstand beste Rückrundenleistung und hatte Blonstein beim 3:0 gut im Griff. In der Mitte hatten wir uns im Vorfeld sogar leicht vorne gesehen und schielten somit sogar auf die Führung. Doch Christoph fand gegen Kieninger nur in Satz 3 zu seinem Spiel und war beim 1:3 letztlich chancenlos. Auch Knut, gegen Leisner bis dato noch ungeschlagen, hatte mit dessen variablem Spinspiel und guten Winkeln große Probleme, kämpfte sich jedoch in den fünften Satz. Dieser lief zunächst deutlich in Richtung des Aacheners, doch Knut kam abermals heran, erspielte sich in der Verlängerung einige Matchbälle, die Leisner jedoch teilweise spektakulär abwehrte. Bei 16:15 dann endlich die Erlösung – Sieg für Knut und nur noch 3:4. Unten lief es leider wie befürchtet. Daniel sah gegen Frings´ druckvolles Spiel kein Land und auch Marcel fand gegen Thomas überhaupt keinen Rhythmus, sodass beide Spiele glatt verloren gingen. Doch auch in der Folge steckten wir nicht auf und hätten mit etwas mehr Glück sogar die Chance auf einen Punktgewinn gehabt. Janos bestätigte die gute Form aus dem ersten Einzel, variierte gut mit Noppe und Vorhand und ging schnell mit 1:0 in Führung. Auch danach war er meistens am Drücker, ließ im zweiten Durchgang jedoch eine 9:7-Führung und einige vermeintlich leichte Bälle liegen – Satzausgleich. Die Sätze 3 und 4 verliefen ebenfalls völlig ausgeglichen. Lennertz hatte gegen Janos´ Abwehr durchaus Probleme, blockte seine Topspins dagegen unglaulich sicher, sodass sich zahlreiche gute Ballwechsel entwickelten. So waren es letztlich Nuancen, wie z.B. ein Kantenball bei 11:10 im Dritten, und vielleicht die ein oder andere falsche Entscheidung des Blau-Weißen, die in beiden Verlängerungen den Ausschlag zugunsten des Borussen gaben. Schade, da war definitiv mehr drin als das 1:3, doch mit dieser Leistungssteigerung war nach den letzten Wochen nicht wirklich zu rechnen, weiter so! Auch Kens Spiel gegen Blonstein brachte viele spektakuläre Ballwechsel mit sich. Dabei war Ken fast immer der aktivere Spieler, tat sich allerdings auch schwer, die Punkte tatsächlich einzusacken. So benötigte er bei Satzausgleich ein 19:17 und 12:10 in den Sätzen 3 und 4, um den letztlich verdienten Zähler einzufahren. Knuts Spiel gegen Kieninger war vom Verlauf anders, jedoch nicht weniger spannend als die Matches im oberen Paarkreuz. Beide Spieler dominierten phasenweise ihren Gegner und machten nicht selten 4-5 Punkte am Stück. So ging Kieninger mit 1:0 und 2:1 in Führung, Knut glich jedoch jeweils aus und machte im Fünften wie schon im ersten Einzel einen klaren Rückstand wett, sodass es erneut in die Verlängerung ging. Hier hatte Knut wieder das bessere Ende für sich – 5:7. Christoph brauchte wie schon gegen Kieninger fast zwei Sätze, um gegen Leisner richtig in die Partie zu finden. Ab Satz 3 jedoch zeigte er sehr gutes Tischtennis, sodass auch diese Partie einige Leckerbissen zu bieten hatte. Leider hatte Knut das Blau-Weiße Glück für diesen Tag bereits aufgebraucht. So traf Leisner nach dem Seitenwechsel im Finaldurchgang nahezu jeden Ball und entschied das Spiel mit 11:6 für sich. Auch Marcel präsentierte sich ganz anders als noch im ersten Einzel gegen Thomas. Zu Anfang hatte er Frings sehr gut im Griff und sogar Chancen zur 2:0-Satzführung. Diese konnte er leider nicht nutzen, glich zwar nochmal zum 2:2 aus, zog jedoch wie schon Christoph mit 2:3 den Kürzeren.

So war nach 3,5 Stunden Spielzeit die 5:9-Niederlage besiegelt, die Stimmung in der Mannschaft ob der wirklich guten Leistung jedoch keineswegs schlecht. Beide Teams waren sich einig, ein sehr gutes Tischtennisspiel absolviert zu haben, die Zuschauer trugen zur wirklich tollen Atmosphäre bei. Wir hoffen natürlich uns in der nächsten Spielzeit bei Brand revanchieren zu können, denn auf so einem Niveau macht gegebenenfalls selbst eine knappe Niederlage mehr Spaß als ein vermeintlicher Pflichtsieg.