Nachholspiel der Ersten – Mühsamer Pflichtsieg in Brühl – TTC-BLAU-WEISS-GREVENBROICH

Nach der Kür folgt die Pflicht – oder so ähnlich. Am Vortag noch als klarer Außenseiter in Brand ein wirklich gutes Match abgeliefert, war die Ausgangslage in Brühl eine völlig andere. Mit einem möglichst souveränen Sieg wollten wir Platz 2 auch rechnerisch sichern, dafür ersetzte Michael den weiterhin erkrankten David.

Schon im Vorfeld war uns bewusst, dass wir anders als in Brand mit Plastik würden spielen müssen. Dies drückte teilweise schon auf die Stimmung, denn zahlreiche kaputte Bälle und deutlich eingeschränkte Rotation hatten durchaus Einfluss auf das Spiel. Zudem hatte Ken nach den langen Ballwechseln des Vortags wieder Schulterschmerzen, welche sich im Laufe des Tages jedoch bessern sollten. Zusammen mit Janos verlor er dennoch deutlich gegen Röttgen/Arendt, nach Siegen von Knut/Christoph (gegen Jerosch/Morche) sowie Marcel/Michael (gegen Schaffer/Kanwal) stand es dennoch 2:1. Die Einzel sprachen zunächst eine deutliche Sprache. Ken (gegen Röttgen), Janos (gegen Jerosch), Knut (gegen Morche) und Christoph (gegen Schaffer) gaben insgesamt nur einen Satz ab und erhöhten schnell auf 6:1. Michael musste gegen Arendt etwas unnötig zunächst den 2:2-Satzausgleich und später auch das 2:3 hinnehmen, Marcel stellte durch ein letztlich souveränes 3:1 gegen Kanwal jedoch auf 7:2. Aber wie schon im Hinspiel hatten wir enorme Probleme das Spiel auch nach Hause zu bringen. Janos verdödelte gegen Röttgen den ersten Satz und zeigte danach eine ziemlich lustlose Vorstellung. Zwar stellte Ken im Anschluss mit einem 3:0 über Jerosch auf 8:3 und schickte uns gedanklich wohl schon auf den Heimweg. Doch die Gäste kämpften weiter, zeigten in der Mitte eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der ersten Runde und bezwangen Knut, Christoph und Marcel jeweils mit 3:2. Da Michael gegen Kanwal überhaupt kein Land sah, mussten wir sogar noch ins Schlussdoppel. Dieses hätte durchaus auch enger werden können, doch Knut und Christoph entschieden gegen Röttgen/Arendt drei knappe Sätze für sich und sorgten so immerhin für das 9:7. Nach einem gefühlt verschenkten Sonntag und größtenteils sehr mäßiger Einzelleistungen wollte darüber jedoch keine rechte Euphorie aufkommen.

In den nächsten Wochen geht es insbesondere darum Motivation und Spielpraxis beizubehalten und im Training die Form zu steigern, um am ersten Maiwochenende in der Relegation den ersehnten Wiederaufstieg in die NRW-Liga perfekt zu machen!