20. Spieltag – Klarer Heimsieg gegen Anrath – TTC-BLAU-WEISS-GREVENBROICH

Nach der Hanno-Materialschlacht im Hinspiel waren wir gespannt, wie die Anrather mit unserem „guten alten“ Zelluloidball zurechtkommen würden. Bei den Gästen fehlte aus der Stammbesetzung der Ex-Blau-Weiße Robin Schnitzler, der durch Pietralla ersetzt wurde, während bei uns Edeljoker Kevin für den Urlauber David (Lehrer halt…) einsprang.

Das Spiel nahm für uns den erhofft klaren Verlauf. In den Doppeln wackelten nur Knut/Christoph gegen van Steenwijk/Reiners, behielten jedoch in fünf Sätzen die Oberhand. Janos/Ken sowie Marcel/Kevin siegten jeweils deutlich. Auch in den Einzeln gingen wir konzentriert zu Werke, wobei insbesondere im oberen Paarkreuz auch ein deutlicher Materialvorteil erkennbar war. Anraths Spitzenspieler van Steenwijk, der zuhause in der gesamten Saison bis dato erst ein Spiel verloren hatte, machte ungewohnt viele Blockfehler und unterlag Ken mit 1:3 und auch Reiners, im Hinspiel mit zwei Einzelerfolgen noch bester Anrather und gerade gegen Janos mit einer sehr soliden Vorstellung, hatte gerade mit dessen Aufschlägen deutlich größere Probleme, sodass dieser ebenfalls in vier Sätzen auf 5:0 erhöhen konnte. Knuts Gegner Lempfert hingegen schien mit der Umstellung besser zurecht zu kommen und spielte gerade mit der Vorhand extrem durchvoll. Das Spiel war bis in die Schlussphasen der einzelnen Sätze meist ausgeglichen, letztlich setzte sich jedoch Knut Routine und Grundsicherheit recht souverän durch. Christoph gab gegen König zwar den Eröffnungssatz ab, agierte danach jedoch deutlich abgeklärter und stellte auf 7:0. Marcel ließ Ersatzmann Pietralla phasenweise überhaupt keine Chance, wollte seine Führungen dann jedoch nur „verwalten“ und bekam im vierten Durchgang beinahe Schwierigkeiten, setzte sich letztlich aber doch mit 11:9 und 3:1 durch. Am Nachbartisch dann das spannendste Einzel des Abends. Im Duell der Kurznoppen-Spieler gewann Kevin den ersten Satz knapp gegen Heinzig, fand jedoch in den Sätzen 2 und 3 überhaupt kein Rezept mehr gegen das unorthodoxe Spiel seines Gegenübers. Dank einer taktischen Umstellung und viel Kampfgeist rettete er sich nach abgewehrtem Matchball doch noch in den Fünften und hatte dort auch Siegchancen, unterlag aber unglücklich mit 9:11, sodass auch Janos´ bereits angefangenes Spiel gegen van Steenwijk noch in die Wertung kam. Dies war aufgrund der Tatsache, dass der Anrather mittlerweile auch sichtlich und hörbar angefressen von den ständigen „Ball-Wechseln“ war, allerdings keine allzu schwierige Aufgabe. Schon merkwürdig, wenn einer der besten Spieler der Liga beim in der Rückserie lange Zeit völlig außer Form agierenden Blau-Weißen letztlich chancenlos ist.

So stand nach zwei Stunden Spielzeit der erhofft souveräne 9:1-Heimsieg fest. In den Fazits beider Teams kam jedoch zum Ausdruck, dass die Spieler von der derzeitigen Diversität der zugelassenen Bälle und dem dadurch häufig völlig fehlenden Grundvertrauen in das Absprung- und Rotationsverhalten ziemlich genervt sind. Wir hoffen, dass sich die Ballwahl der verschiedenen Vereine in der kommenden Saison stärker konzentriert als bisher!