Achterbahnfahrt mit glücklichem Ende – Erste schafft Wiederaufstieg – TTC-BLAU-WEISS-GREVENBROICH

Im Nachfassen hat unsere erste Mannschaft doch noch das Saisonziel, den Wiederaufstieg in die NRW-Liga, geschafft. Dabei war auch die Relegationsrunde ein Spiegelbild der ganzen Saison und mit Höhen und Tiefen gespickt.

Zunächst mussten wir am 5. Mai beim Zweiten der Verbandsliga-Gruppe 6 VTV Freier Grund in Neunkirchen antreten. Auch wenn wir uns für das Spiel viel vorgenommen hatten und mit einem Sieg den Aufstieg klar machen wollten, schafften wir es nicht, nach den zähen letzten Wochen wieder einen Gang hochzuschalten. Nach einem schlechten Doppelstart – nur David und Marcel gewannen mit 3:2 gegen Hassel/ter Jung – und vielen vergebenen Satzbällen liefen wir von Beginn an einem Rückstand hinterher. Letztlich waren die Gastgeber auch in dein Einzeln immer ein bisschen wacher und schlicht besser, sodass nur Knut (3:1 gegen Hassel) und Marcel (3:2 gegen Nassauer) für Ergebniskosmetik sorgen konnte. Das 3:9 war für uns natürlich ernüchternd, obwohl die Spielzeit von über drei Stunden durchaus auch einen deutlich knapperen Spielverlauf möglich erscheinen ließ.

So stand fest, dass wir auch am vergangenen Wochenende noch einmal an die Tische würden gehen müssen. Glücklicherweise wurde die Partie gegen den TB Beckhausen – die Gelsenkirchener hatten ihr erstes Match bei der TTSG Lüdenscheid denkbar knapp mit nur einem Satz Differenz verloren – am Sonntag in Grevenbroich angesetzt, am Samstag hätte Christoph nicht spielen können. Zwar fiel auf unserer Seite Marcel krankheitsbedingt aus, doch auch die Gäste mussten mit der Nummer 2 Thorsten Wrobel eine Stammkraft ersetzen. So sahen wir uns durchaus in der Favoritenrolle, waren aber ob der knappen Partie in Lüdenscheid natürlich gewarnt und gingen hellwach ins Spiel. Knut/Christoph mussten Theissen/Mann, die zusammen das obere Paarkreuz der Gäste bildeten, zwar nach vier Sätzen gratulieren, doch Siege von Ken/Janos (3:1 gegen Schneider/Czyszewski) und David/Michael (3:2 gegen Nguyen/Allary) brachten uns in Führung. Auch in den Einzeln lief zunächst alles nach Plan. Spitzenspieler Mike Theissen bezwang Ken erwartungsgemäß mit 3:0, durch souveräne Siege von Janos (3:1 gegen Mann), Knut (3:1 gegen Nguyen), Christoph (3:0 gegen Schneider) und David (3:1 gegen Czyszewski) gingen wir dennoch mit 6:2 in Führung. Leider fand Michael gegen Allary überhaupt nicht zu seinem Spiel und unterlag mit 0:3 und auch oben gingen die ersten beiden Sätze jeweils an unsere Gäste. Doch Ken fand nach zwei verkorksten Sätzen gegen Abwehrer Mann besser ins Spiel und auch Janos konnte seine Chancen gegen Theissen in den Sätzen 3 und 4 besser nutzen, sodass beide Partien in den fünften Satz gingen – die Vorentscheidung lag in der Luft. Auch in den Entscheidungssätzen lagen die Blau-Weißen lange in Front, Janos hatte bei 10:8 sogar zwei Matchbälle, zogen letztlich aber beide den Kürzeren – nur noch 6:5!

Glücklicherweilse war auf unsere Mitte wieder Verlass. Knut und Christoph ließen gegen Schneider bzw. Allary nichts anbrennen, stellten nicht nur auf 8:5, sondern schraubten mit zwei Dreisatzerfolgen auch das Satzverhältnis für uns nach oben. So war nach kurzen Rechenspielen klar, dass zwei Sätze aus den folgenden drei Partien zum Aufstieg reichen würden. David schien diesen Spekulationen ein schnelles Ende bereiten wollen und ging gegen Allary souverän in Führung, verlor ab Satz 2 jedoch etwas den Faden. So begann beim Stand von 1:2 schon ein bisschen das Zittern, da Michael auch gegen Czyszewski etwas neben sich stand und schnell 0:2 zurück lag. Zum Glück hatte David einen guten Start in den vierten Satz und konnte den Vorsprung auch mit 11:9 ins Ziel retten – der Aufstieg war eingetütet, Jubel und Erleichterung entsprechend groß!

Natürlich wollten wir im Anschluss auch den Heimsieg unter Dach und Fach bringen, doch wohl auch aufgrund des Spannungsabfalls gingen die nächsten Sätze allesamt an unsere Gäste, sodass nach 3,5 Stunden Spielzeit und einem 8:8 tatsächlich nur ein einziger Satz zu unseren Gunsten entschied.

Die Stimmung war nach dem Spiel dennoch auf beiden Seiten sehr gelöst, da auch die Gäste zuversichtlich waren, durch einen Rückzug oder freiwilligen Abstieg noch einen Platz in der NRW-Liga zu erhalten – diese Hoffnung wurde auch bereits am Montag bestätigt. So ließen beide Teams die Saison noch beim ein oder anderen Bierchen und einem kleinen Buffet im unserem Vereinsheim ausklingen. Wir sind natürlich sehr froh, eine insgesamt eher mäßige Saison doch noch mit dem Wiederaufstieg in die NRW-Liga gekrönt zu haben. Jetzt gehen natürlich auch die Planungen für die kommende Spielzeit in die heiße Phase, der Schläger wird dafür wohl deutlich seltener ausgepackt!