10.10.18

Nach den knappen und unglücklichen Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Unterbruch und Porselen hatte sich unsere Zweite für das Auswärtsspiel in Lindern einiges vorgenommen. Mit einem Sieg wäre das Team wieder ans Tabellenmittelfeld herangerückt, bei einer Niederlage droht zumindest vorerst der (bereits aus der vergangenen Saison bekannte) Abstiegskampf.

Schon bei der Ankunft überkamen unsere Jungs schon beinahe nostalgische Gefühle, als ihnen der altbekannte Klang des Zelluloidballes auffiel. Denn die Linderner kosten auch die letzte Spielzeit mit dem in die Jahre gekommenen Material noch voll aus, was angesichts von gleich drei Noppenspielern einerseits durchaus sinnvoll und andererseits natürlich auch vollkommen legitim ist. Und auch wenn sich unsere Jungs in den letzten Wochen und Monaten immer mehr an den Plastikball gewöhnt hatten, sollte diese Umstellung nach Jahren oder sogar Jahrzehnten mit Zelluloid doch kein allzu großes Problem darstellen, oder? Falsch!
Denn knapp drei Stunden später waren sich alle Blau-Weißen einig, dass auch der Ball seinen Teil zu dem beigetragen hatte, was in der Zwischenzeit passiert war. Denn abgesehen vom im Vergleich zu den eher rostigen Auftritten der Vorwoche deutlich verbesserten David und Jan, der sich mittlerweile klar in der Landesliga akklimatisiert hat, konnte leider kein Spieler seine Normalform erreichen, sodass ein wohl etwas zu deutlicher, aber dennoch verdienter 9:4-Sieg für Lindern zu Buche stand. Besonders bitter lief die Partie dabei für Michael, der sowohl gegen Noppenspezi Eckhard Jahn als auch gegen Eschenbrücher mit 2:1-Sätzen führte, um am Ende dennoch den Kürzeren zu ziehen. Insbesondere die erste Partie gegen Jahn war dabei auch ein Schlüsselspiel des ganzen Abends. Denn wenn Michael einen seiner Matchbälle genutzt und damit auf 3:4 gestellt hätte, wäre vielleicht alles anders gelaufen. Doch nach seiner und Daniels Fünfsatzpleiten stand es plötzlich 2:6. Auch im Anschluss keimte nochmal Hoffnung auf, als Jan und David 1:2-Rückstände fast synchron drehten und auf 4:6 verkürzten. Doch Marcel und Niema waren im Anschluss vollkommen chancenlos, sodass mit Michaels zweiter Fünfsatzniederlage das 4:9 besiegelt war.

Mit 2:8-Punkten bleibt die Zweite damit Zehnter und muss sich vor dem äußerst schweren Heimspiel gegen Düren wohl damit anfreunden, die Herbstferien bestenfalls auf dem Relegationsrang zu verbringen. Dennoch ist die Zuversicht groß, dass ab November, wenn auch die mutmaßlichen Aufstiegskandidaten alle „vom Tisch“ sind, das blau-weiße Punktekonto auch wieder regelmäßig gefüttert wird.

Die Punkte für Blau-Weiß holten: Lambertz/Krämer, Lambertz (2), Schüller, Jan